Zufriedenheit Teil 1
Viele Menschen sind in Sorge um den Zustand der Welt – der großen Welt, der kleineren und der kleinen ganz persönlichen um uns herum.
Die meisten von uns fühlen sich den Entscheidungen der Politiker und der Entwicklung irgendwie unbehaglich ausgeliefert mit dem Gefühl, sowieso keinen positiven Einfluss darauf zu haben.
Aber vielleicht können wir ja doch etwas tun? Da fällt mir der sogenannte „Maharishi-Effekt“ ein. Maharishi war ein populärer indischer Meister, der „Transzendentale Meditation“ lehrte und diese in den 60er und 70er Jahren in den Westen brachte. Er hatte viele Schüler und Anhänger, weltweit z.B. auch die Beatles. Eine Idee Maharishis war, dass große Gruppen von Meditierenden (später auch erweitert auf allgemein Betende) positive Auswirkungen auf die Gesellschaft haben können. In Washington DC wurden in den 80er Jahren interessante Experimente dazu durchgeführt. Bis zu 8000 Menschen versammelten sich regelmäßig während 8 Wochen an einem Ort zur Meditation, und tatsächlich sank in dieser Zeit die Rate von schweren Gewaltverbrechen um bis zu ca. 23 %. Danach stieg sie wieder auf das vorherge Niveau. Die Zahlen dazu sind zwar nicht belastbar, da diese Studien nicht den strengen wissenschaftlichen Kriterien entsprachen, eine Tendenz zeigen sie dennoch auf.
Bei späteren Wiederholungen kam es zu ähnlichen Ergebnissen und die Kriminalitätsrate sank wieder signifikant. Das bekannteste dieser Experimente war 1993, da entstand der Begriff „Maharishi Effekt“. Es gab viele Kritiker, und diese Hypothese wurde vielfach angegriffen. Aber lassen Sie uns mal annehmen, da sei tatsächlich etwas dran: Dann könnten wir vielleicht doch etwas tun und Positives bewirken.
Wenn wir das Setting so verändern, so dass mehrere, sogar viele Leute sich nicht nur persönlich versammeln, sondern auch in Online-Meetings und gemeinsam z.B. über Frieden in der Welt meditieren, könnte das ebenfalls positive Effekte haben. Wir haben doch nichts dabei zu verlieren!
Lassen Sie uns starten! Wie schön könnte es sein, den Umgang mit all den inneren und äußeren Konflikten zumindest auf diese Weise zu verbessern!
Dann kann Raum für Zufriedenheit entstehen – auch unter Belastung.
Probleme haben wir alle. Es geht um einen konstruktiven Umgang mit ihnen.
Was genau heißt denn „zufrieden“? In Frieden mit sich selbst und der Umwelt zu sein. Und da sind wir wieder am Anfang…
